Bibel im Fokus - Kursinhalte  und -beschreibungen

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Altes Testament, Einführung

Das Alte Testament war die Bibel von Jesus und der ersten Christen. In ihm offenbart sich Gott auf eine klare Art dem Volk Israel. Es bleibt auch für die Christen des 21. Jahrhundert das inspirierte Wort Gottes. Wir werden versuchen zu verstehen, wie Jesus diese Schriften deutete im Vergleich zu den Schriftgelehrten seiner Zeit.

 

Themen:

Warum wir das AT noch brauchen - Übersicht des Inhalts des AT - Wie funktioniert die hebräische Sprache? - Was sind die theologischen Unterschiede zwischen AT und NT? - Die Wichtigkeit des jüdischen Volkes in der göttlichen Offenbarung - Kurzer Einblick in die jüdische Tradition - Septuaginta: das AT in griechischer Sprache

 

Lernziele:

1. Die Teilnehmenden bekommen einen guten Überblick von den biblischen Büchern des AT und

        können sie gut einordnen.

2. Sie verstehen die wichtigsten theologischen Unterschiede zwischen AT und NT.

3. Sie verstehen, warum wir das AT als Christen brauchen 

 

Literatur:

Stanley A. Ellisen: Von Adam bis Maleachi. Das Alte Testament verstehen. Dillenburg 1996. 

Martin Rösel: Bibelkunde des Alten Testaments. Neukirchen 2004.

W.S. LaSor, D.A. Hubbard, F.W. Bush: Das Alte Testament. Entstehung – Geschichte – Botschaft. Giessen 1990.

J.P. Miranda: Kleine Einführung in das Alte Testament. Stuttgart 2001.

Amos

Der Prophet Amos ist der älteste Prophet, von dem ein eigenes Buch erhalten blieb. Inhaltlicher Schwerpunkt des Amosbuchs ist die ethische Integration des Glaubens in den Alltag. Damit ist die Botschaft des Propheten auch eine Anfrage an uns heute. 

 

Themen:

Das Zwölfprophetenbuch - Wirkungszeit - Übersicht Gliederung - Gerichtsworte 

Kult- und Sozialkritik.

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden kennen das geschichtliche Umfeld der Wirkungszeit des Amos. 

Die Teilnehmenden kennen den literarischen Aufbau von Gerichtsworten.

Die Teilnehmenden setzen sich mit der Kult- und Sozialkritik des Amos auseinander und können Aspekte davon (Kult als Ritus, soziale Gerechtigkeit) in unsere Zeit transferieren.

 

Literatur:

Lektüre des ganzen Buchs

Apostelgeschichte

In diesem Buch wird die Geschichte der christlichen Gemeinden über einen Zeitraum von etwa 30 Jahren erzählt: von der Entstehung der Kirche an Pfingsten bis zur Gefangenschaft des Pauls in Rom. Wir vernehmen auch, sich das Christentum vom Mittelmeerraum, Syrien, der Türkei und Griechenland bis nach Rom ausbreitete. Diese Erzählung ist sehr anschaulich, weil sie viele Augenzeugenberichte enthält.

Themen:

Übersicht Gliederung - Entstehung des Buches - Haupthemen des Buches: Ausbreitung des Evangeliums, Entstehung von Gemeinden - Bezug zur aktuellen Situation der Gemeindearbeit

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden kennen die wichtigsten Abschnitte der Entstehung der christlichen Gemeinden.

Die Teilnehmenden kennen den Weg, der das Evangelium nahm, von Israel bis ins römische Reich.

Die Teilnehmenden kennen die wichtigsten Stationen im Leben von Paulus.

Die Teilnehmenden integrieren Texte aus dem Buch in ihren persönlichen Glauben und in ihr persönliches Leben.

 

Literatur:

Lektüre des Buches Apostelgeschichte 1-28

Die entsprechenden Kapitel aus: 

Thomas Weissenborn: Apostel, Lehrer und Propheten Band 1 (Evangelien und Apostelgeschichte) Marburg 2004/2005. 

 

Stefan Wenger: Die Welt des Neuen Testaments, Zürich 2016.

Biblische Glaubenslehre

Die christliche Kirche hat schon sehr früh Glaubensbekenntnisse formuliert. Diese dienten dazu, verständlich zu formulieren, was der Glaube beinhaltet. Biblische Aussagen wurden zusammengefasst und Irrlehren wurden abgewehrt.

 

Themen:

Glaubensbekenntnisse und ihre Entstehung - Bedeutung von Glaubensbekenntnissen - Glaubensbekenntnisse im Alltag

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden lernen die wichtigsten Glaubensbekenntnisse der christlichen Kirche kennen.

Die Teilnehmenden kennen das Glaubensbekenntnis der Heilsarmee.

Die Teilnehmenden verstehen, welche Hilfe ein Glaubensbekenntnis im Alltag einer Kirche bzw. eines Glaubenden sein kann.

 

Literatur:

Die Heilsarmee: Das Handbuch der Lehren der Heilsarmee, Köln 2014

Die Heilsarmee: Geschichte des Heils, Köln und Bern 2000

John Larsson: Keine harte Nuss, Köln 1976

Edmund Schlink: Schriften zur Oekumene und Bekenntnis Band 2 Oekumenische Dogmatik, Göttingen 2005

Rochus Leonhardt: Grundinformation Dogmatik, Göttingen 2008

Daniel

Daniel gehört zu den prophetischen Büchern. Er wurde mit seinen Freunden in die babylonische Gefangenschaft verschleppt und dort zu einem einflussreichen Mann. Gott redet zu ihm in Träumen und Visionen. Diese sind nicht immer leicht zu verstehen.

 

 

Themen:

Übersicht Gliederung - Die Person des Propheten - Anmerkungen und Kernaussage des Buches - Hinweise zu den Träumen und Visionen - Bezug zur aktuellen Situation

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden kennen das Buch Daniel im groben und können es zeitlich einordnen.

Die Teilnehmenden kennen die inhaltlichen Schwerpunkte und die Träume und Visionen des Buches.

Die Teilnehmenden können einen Bezug in die aktuelle Situation ziehen.

Die Teilnehmenden integrieren den Inhalt in ihren persönlichen Glauben und in ihr persönliches Leben.

 

Literatur:

Egelkraut Helmuth (Hg.): Das Alte Testament. Entstehung – Geschichte Botschaft. Giessen, 1990.

Wuppertaler Studienbibel. AT 8.

Das grosse Bibellexikon 1 und 2.

Einführung in die hebräische Prophetie

Die Prophetenbücher umfassen ca. einen Viertel des Alten Testaments. Ihre Bedeutung ist unbestritten: Sie haben eine markante Verbindung zum Neuen Testament; ihre Botschaft ist auch heute noch aktuell und die Persönlichkeit der verschiedenen Propheten ist faszinierend.

 

Themen

Prophetie und Propheten - Die Botschaft der Propheten - Glaube und Propheten 

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden verstehen, was Prophetie bedeutet und welche Rolle den Propheten zukommt.

Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über die wichtigsten prophetischen Aussagen.

Die Teilnehmenden erhalten Einblick, wie die prophetischen Bücher ihren persönlichen Glauben bereichern können.

 

Literatur:

Erich Zenger ua. Einleitung in das Alte Testament, Stuttgart 2008.

LaSor, Hubbard, Bush, Hrsg. Helmuth Egelkraut: Das Alte Testament, Entstehung-Geschichte-Botschaft Giessen/Basel 1990.

Friedhelm Geiss (Hrsg.): Bibel-Einblicke, Altes Testament neu entdecken Liebenzell 2006.

Entstehung der Bibel

 

Themen:

Biblische Aufzeichnungen und Handschriften - Inspiration der Bibel - Autorität Gottes

Anordnung der biblischen Bücher (Kanon) - Übersetzungen der Bibel - Verbreitung der Bibel

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden kennen die wichtigsten Schritte der Entstehung der Bibel.

Die Teilnehmenden verstehen und reflektieren den Begriff „göttliche Inspiration der Bibel“.

Die Teilnehmenden kennen die Entstehung der Anordnung der biblischen Bücher.

Die Teilnehmenden kennen die wichtigsten Merkmale der gängigsten deutschen Bibelübersetzungen.

 

Literatur:

Deutsche Bibelgesellschaft: Basis Wissen Bibel Stuttgart 2008.

Samuel J. Schultz: Die Welt des Alten Testamentes Marburg 2003.

Merrill C. Tenney: Die Welt des Neuen Testamentes Marburg 2009.

Stefan Wenger: Die Welt des Neuen Testaments Zürich 2015.

D.P. Alexander: Handbuch zur Bibel, Wuppertal 1995.

Geschichte des Volkes Israel, Teil 1

Die verschiedenen Bücher berichten, wie das Volk Israel aus der Unterdrückung in Ägypten nach Kanaan kam, Es wird beschrieben, wie sich das Volk organisierte, welche Gesetze das Zusammenleben regelten. Die Berichte umfassen Biografien (z.B. von Mose), es gibt aber auch Lehrteile und viele Geschichten.

 

Themen:

Übersicht Gliederung - Entstehung der Bücher - Haupthemen des Briefes: Volk Israel, Gesetzgebung, Biografien von Mose, Aaron, Mirjam, Josua und einigen Richtern - Bezug zu aktuellen Situationen

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden kennen die wichtigsten theologischen Aussagen dieser Bücher. 

Die Teilnehmenden nehmen Kenntnis von  kritischen Anfragen an die Texte dieser Bücher und können diese einordnen und reflektieren.

Die Teilnehmenden können einen Bezug herstellen zwischen dem Inhalt dieser Bibeltexte und der aktuellen Situationen im

Alltag christlicher Gemeinden heute.

Die Teilnehmenden integrieren Texte aus den Büchern in ihren persönlichen Glauben und in ihr persönliches Leben.

 

Literatur:

Die entsprechenden Kapitel aus:

Samuel J. Schultz: Die Welt des Alten Testaments, Marburg 2002.

Geschichte des Volkes Israel, Teil 2

(Samuel, Könige, Chronik, Esra, Nehemia)

Die Geschichte des Volkes Israel zeigt eindrucksvoll wie gross Gott ist. Er hat einen Plan für sein Volk und er kommt zu seinem Ziel. Es ist die Geschichte eines Volkes, das einen König haben wollte. Gott gab ihnen den König. Doch die Könige wurden immer gottloser. Bis Gott das ganze Volk in die Babylonische Gefangenschaft führte. Doch 70 Jahre danach holte er sein Volk zurück. Unter Esra und Nehemia konnten sie eine neue Stadt bauen.

 

Themen:

Übersicht Gliederung - Inhaltliche Schwerpunkte - Übersicht biblische Personen (Saul, David, Salomo, Esra, Nehemia) - Bezug zu aktuellen Situationen

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden kennen die Bücher im groben und können sie zeitlich einordnen.

Die Teilnehmenden kennen die inhaltlichen Schwerpunkte der Bücher.

Die Teilnehmenden können einen Bezug in die aktuelle Situation ziehen.

Die Teilnehmenden integrieren den Inhalt in ihren persönlichen Glauben und in ihr persönliches Leben.

 

Literatur:

Egelkraut Helmuth (Hg.): Das Alte Testament. Entstehung – Geschichte Botschaft. Giessen, 1990.

Wuppertaler Studienbibel. AT 3 und AT 4.

Das grosse Bibellexikon 1 und 2.

Hebräerbrief

Der Hebräerbrief will die Christen zu geistlichem Wachstum auffordern und sie in ihrem Glauben an Jesus Christus fördern und stärken. Sie sollen mündig werden in der Nachfolge. Deshalb stellt der Verfasser Jesus Christus in seiner Erhabenheit und Herrlichkeit dar. Er überragt alles. Der Schreiber macht aber auch klar, was das Abweichen von diesem Weg bedeuten würde. Deshalb sin die Grundanliegen des Verfassers: auf Jesus hören, hinzutreten, aufschauen auf Jesus! 

 

Themen: Verfasser - Empfänger - Abfassungsort und -zeit - Aufbau und Gliederung - Theologische Schwerpunkte 

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden kennen die Lebenswelt der Adressaten des Briefes und wissen, wer den Brief in welchen Umständen geschrieben haben könnte.

Die Teilnehmenden nehmen Kenntnis von  kritischen Anfragen an die Texte dieses Briefes und können diese einordnen und reflektieren.

Die Teilnehmenden kennen die wichtigsten theologischen Aussagen des Briefes und verknüpfen dies mit ihrem eigenen Glaubensleben.

 

Literatur:

Lektüre des Briefes

Thomas Weissenborn: Apostel, Lehrer und Propheten Bd. 2 (Leben und Briefe des Apostels Paulus) Marburg 2004/2005. 

Stefan Wenger: Die Welt des Neuen Testaments, Zürich 2016.

Hans Ulrich Reifler: Einführung in das Neue Testament. Die Bibel lieben, kennen und verstehen, Nürnberg 2010.

Arnold G. Fruchtenbaum: Das Leben des Messias. Zentrale Ereignisse aus jüdischer Perspektive, Stuttgart 2011.

Hesekiel

Hesekiel ist einer der Propheten der babylonischen Gefangenschaft. Er lebte mit dem Volk im Exil.

 

Themen:

Übersicht - Gliederung - Botschaft des Buches - Situation der Israeliten -Haupthemen

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden kennen die wichtigsten theologischen Aussagen des Buches.

Die Teilnehmenden kennen die Lebenswelt des Volkes Israel im Exil.

Die Teilnehmenden können einen Bezug herstellen zwischen den Texten in Hesekiel und der aktuellen Situationen im Alltag christlicher Gemeinden heute.

Die Teilnehmenden integrieren Texte aus dem Buch in ihren persönlichen Glauben und in ihr persönliches Leben.

 

Literatur:

Ernst Aebi: Kurze Einführung in die Bibel, Zürich 2009.

Samuel J. Schultz: Die Welt des Alten Testaments, Marburg 2003.

Hosea

Der Prophet Hosea stammt – als einziger der Schriftpropheten – aus dem Nordreich Israel. Er ist vor allem durch sein Ehedrama mit Gomer bekannt, das Israel als Zeichen dienen soll. 

 

Themen:

Wirkungszeit - Übersicht Gliederung - Hoseas Liebes- und Leidensgeschichte - Theologie vom mitleidenden Schmerz Gottes - Anthropomorphismus 

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden kennen das geschichtliche Umfeld der Wirkungszeit Hoseas. 

Die Teilnehmenden kennen die Hauptaussage des Hoseabuches.

Die Teilnehmenden reflektieren das Phänomen des Anthropomorphismus im Hoseabuch und allgemein in der Bibel und lassen ihr persönliches Glaubensleben davon inspirieren. 

 

Literatur:

Lektüre der folgenden Kapitel aus dem Buch Hosea: 1-4; 6; 11; 14.

Jeremia

Über keinen anderen Propheten sind wir besser unterrichtet als über Jeremia. Sein Leben und Wirken wird uns im Buch Jeremia lebendig beschrieben. Die Reaktion und innere Auseinandersetzung mit seinem Ruf, aber auch die Verflechtung seines Dienstes mit den politischen Ereignissen seiner Zeit sind uns überraschend ausführlich überliefert.

 

Themen:

Wirkungszeit - Übersicht Gliederung - Berufung - Verkündigung - Zeichenhandlungen - Konfessionen

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden kennen das geschichtliche Umfeld der Wirkungszeit Jeremias. 

Die Teilnehmenden kennen die wichtigsten Eigenheiten des Jeremiabuchs.

Die Teilnehmenden können einen Bezug herstellen zwischen Aspekten des Lebens und der Gottesbeziehung Jeremias (Insbesondere Berufung und Konfessionen) und ihrem eigenen Glaubensleben.

 

Literatur:

Lektüre der folgenden Kapitel aus dem Buch Jeremia: Kap. 1;7;11-20; 26-29; 36-45.

Jesaja

Die Jesajaschrift gehört zusammen mit den Psalmen und Jeremia zu den umfangreichsten und wichtigsten Büchern des AT. Wie bedeutsam diese Schrift ist, lässt sich schon daran ablesen, dass man unter den Schriftrollen vom Toten Meer allein 15 Jesajarollen identifizieren konnte; diese Zahl wird nur noch vom Deuteronomium übertroffen. Das Jesajabuch gilt als „Bibel im Kleinformat“ – und dies aus gutem Grund: Die Bibel besteht aus 66 Büchern, während Jesaja 66 Kapitel umfasst. Damit aber nicht genug: Jesaja lässt sich auch gleich noch mühelos in einen ersten Teil mit 39 Kapiteln (Sünde, Gericht, Verheissung des Messias) und 27 Kapiteln (Gnade und künftige Erlösung) aufteilen – analog zu AT (39 Bücher) und NT (27 Bücher) in der Bibel. Jesaja ist wie kein anderer Prophet der „Evangelist des Alten Testaments“. Sein Name bringt seine zentrale Botschaft auf den Punkt: „Der Herr ist Heil“. Dieses Heil wird durch den verheissenen Messias verwirklicht, dessen erstes und zweites Kommen Jesaja voraussieht. Seine Zukunftsprophetie umfasst ein atemberaubendes Zeitspektrum und reicht über unsere heutige Zeit hinaus – bis hin zur Erschaffung eines neuen Himmels und einer neuen Erde, wenn das Heil Gottes für alle sichtbar vollendet wird.

 

Themen:

Einleitungsfragen - Geschichtliches Umfeld von Jesaja - Gericht aufgrund der Sünde (1-35) - Historisches Intermezzo: Hiskia unter Druck (36-39) - Wiederherstellung aufgrund der Gnade (40-66) - Detailliertes Studium von Jes. 6,1-13 und 37,14-20

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden kennen die historischen Zusammenhänge des Jesajabuches und haben ein Verständnis für dessen besondere Bedeutung im Alten und Neuen Testament.

Die Teilnehmenden setzen sich mit dem „Evangelium nach Jesaja“ auseinander und können zentrale Begriffe wie Sünde, Gericht, Verstockung, Umkehr und Gnade heilsgeschichtlich einordnen und definieren.

Die Teilnehmenden erhalten einen vertieften Einblick in die Berufungsgeschichte von Jesaja und das Gebet um Rettung von Hiskia und können die gewonnenen Erkenntnisse für ihr persönliches Glaubensleben fruchtbar machen.

Die Teilnehmenden erhalten Einblick in den reichen Schatz der Zukunftsprophetie im Jesajabuch und kennen die verschiedenen Zeitepochen, auf die sie sich bezieht.

Die Teilnehmenden können praktische Bezüge herstellen zwischen dem Inhalt des Jesajabuches und ihrem Alltag.

 

Pflichtliteratur:

Lektüre des Jesajabuches (mind. Kapitel 1-12; 36-39 und 42-55)

 

Literatur zur Vorbereitung des Unterrichts:

Charles H. Spurgeon: Das Evangelium nach Jesaja. 3L Verlag GmbH, D-Waldems.(-->Das Buch ist leider vergriffen und nur gebraucht erhältlich.)

Betanien Kommentar: Jesaja – Trost für Gottes Volk. Ein Studien- und Andachtskommentar zum Propheten Jesaja. Betanien Verlag, D-Bielefeld.

Helmuth Egelkraut (Hrsg.): Das Alte Testament. Entstehung-Geschichte-Botschaft. Brunnen Verlag, D-Giessen. (--> Kap. 28-30 Jesaja)

Kirchengeschichte

Kirchengeschichte ist faszinierend. Sie berichtet über den weiteren Verlauf von Gottes Geschichte mit uns Menschen nach Abschluss der biblischen Bücher - durch alle Höhen und Tiefen hindurch. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte fördert das Bewusstsein der Herkunft des Christentums, hilft die Gegenwart zu verstehen und bietet auch Orientierung für die Zukunft, denn „wer nicht weiss, wo er herkommt weiss auch nicht wohin er geht“. Im Fach Kirchengeschichte werden wir uns mit überblickartig mit den wichtigsten kirchengeschichtlichen Ereignissen beschäftigen und im Besonderen schauen, wie Gott durch die Bibel Menschen und dadurch die Geschichte geprägt und verändert hat. 

 

Themen:

Die Zeit der Kirchenväter (2. – 4. Jahrhundert) - Die Zeit der Reformation (16. Jahrhundert) - Pietismus und Erweckungsbewegungen (18. – 19. Jahrhundert) - Kirche heute in der Postmoderne (21. Jahrhundert) - Die Bibel – Impulsgeber zur Erneuerung damals und heute 

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden kennen die wichtigsten kirchengeschichtlichen Ereignisse, Entwicklungen und Personen. Sie können die Vielfalt gegenwärtiger Ausgestaltungen von Kirche geschichtlich einordnen und respektieren. Die Teilnehmenden erkennen den Einfluss der Bibel auf die Geschichte des Christentums und können daraus Schlüsse für die Gegenwart ziehen.

 

Literatur:

Armin Sierszyn: Zweitausend Jahre Kirchengeschichte – Gesamtband. Witten 2012.

Fabian Vogt: Kirchengeschichte(n) für Neugierige: Das Kleine Handbuch Grosser Ereignisse. Leipzig 2016. 

Herbert Gutschera et al.: Geschichte der Kirchen: Ein ökumenisches Sachbuch. Freiburg 2016.

Johannesevangelium

Matthäus, Markus und Lukas berichten, was Jesus getan hat. Johannes zeigt, wer Jesus ist. „…damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.“ Im Johannesevangelium stellt sich Jesus mit „ich bin…“ selber vor. Es ist das Evangelium der Beziehungen. Wir sehen, wie Jesus ganz persönlich einzelnen Menschen begegnet und im Gespräch auf ihre Bedürfnisse eingeht. Wir sind so nahe bei Jesus, dass wir seinem Gebet mit dem himmlischen Vater lauschen können. 

 

Themen:

Verfasser und Adressaten des Johannesevangelium - Inhaltsübersicht und besondere Merkmale - Prolog

Wer ist Jesus? - Vater und Sohn - Jesus betet für die Seinen

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden gewinnen eine Gesamtsicht über das Johannesevangelium. Sie lernen Jesus kennen, so wie er sich in diesem Evangelium selbst offenbart. Sie begleiten Jesus in Gespräche und Begegnungen und kommen selber näher zu ihm.

 

Literatur:

Stefan Wenger: Die Welt des Neuen Testaments, GRIN-Verlag. Kapitel 9.

David H Stern - Kommentar zum Jüdischen NT Band 1 - Hänssler-Verlag.

René Pache - Notes sur l'Evangile de Jean - Editions Emmaüs.

Lukasevangelium

Das Lukasevangelium ist die Offenbarung des Welterlösers. Der weltweiten Verkündigung der Lehre Jesu Christi wird eine feste geschichtliche Grundlage gegeben. 

Ernst Aebi schreibt: „eine göttliche Freude klingt durch das ganze Buch. Es ist wie ein Jubellied der Verlorenen und Wiedergefundenen.“ Jesus sagt von sich: „Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist“. 

 

Themen:

Verfasser und Adressaten des Lukasevangeliums - Inhaltsübersicht - Verloren – gefunden - Die Symmetrie des Lukasevangeliums - Die Bedeutung des Heiligen Geistes im Lukasevangelium

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden gewinnen eine Gesamtsicht über das Lukasevangelium. Sie entdecken die Symmetrie im Aufbau als Schlüssel zum Verstehen. Das Lukasevangelium ist voll Lob, Dank und Anbetung. Die Teilnehmenden dürfen sich davon anstecken lassen.

 

Literatur:

Stefan Wenger: Die Welt des Neuen Testaments, GRIN-Verlag. Kapitel 8.

David Gooding: Das Evangelium nach Lukas, CLV-Verlag.

David H Stern - Kommentar zum Jüdischen NT Band 1 - Hänssler-Verlag.

Markusevangelium

Das Markusevangelium gilt als das Älteste der vier Evangelien, es ist sozusagen das „Urevangelium“. Ziel des Evangeliums ist nicht primär ein Protokoll der Taten und Worte Jesu. Vielmehr will das Markusevangelium, wo es gelesen und verkündet wird, im Menschen Glaube hervorrufen. So lautet der Kern der Botschaft Jesu: "Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!" (Mk 1,15).  Peter Zürn bezeichnet das Markusevangelium als „eine Geschichte vom Glaubenlernen“. So, wie die Jünger durch ihr Unterwegssein mit Jesus im Glauben ermutigt wurden, wollen auch wir uns auf die Spuren von Jesus begeben und durch die Betrachtung des Markusevangeliums und dadurch auch uns in unserem Glauben stärken lassen.

 

Themen:

Verfasser und Adressaten des Markusevangeliums - Überblick über das Evangelium - Markus 1,1 als Schlüssel zum Verständnis des Evangeliums - Das Markusevangelium – eine „Vita des wahren Gottessohnes“ - Der unfertige Schluss als Einladung zur Fortsetzung der Geschichte

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden kennen die Umstände, unter denen das Markusevangelium entstanden ist. Sie kennen die wichtigsten theologischen Aussagen des Buches und integrieren Texte aus dem Buch in ihren persönlichen Glauben und in ihr persönliches Leben.

 

Literatur:

Stefan Wenger: Die Welt des Neuen Testaments. Eine allgemeinverständliche Einführung. Zürich, 2015.

Hubertus Branzen: Wer bin ich für euch? Die Botschaft von Jesus nach dem Markusevangelium. Freiburg, 2006. 

Klaus Douglass, & Fabian Vogt: Expedition zum ANFANG. In 40 Tagen durch das Markusevangelium. Deutsche Bibelgesellschaft, Glashütten, 2013.

Matthäusevangelium

Das Neue Testament beginnt mit dem Matthäusevangelium. Es bildet vom Inhalt her eine ‚Brücke‘ zum Alten Testament. Der Ausspruch: „damit erfüllt würde, was durch den Propheten gesagt ist…“ nimmt Bezug auf jahrhundertalte biblische Voraussagen und Erwartungen die den kommenden Messias betreffen. Jesus ist der verheissene Messias-König: dies gilt als Kernaussage dieses Evangeliums. Falsche Vorstellungen der Juden über den versprochenen Messias-König werden widerlegt durch die Schilderung des Lebens, der Lehre und der Taten von Jesus im Einklang mit den alten biblischen Verheissungen.

 

Themen:

Verfasser und Adressaten des Matthäusevangeliums - Inhaltsübersicht - Die 5 grossen Lehrreden von Jesus - Wichtige Lektionen in Gleichnissen als harmlose Geschichten verpackt - Der universale Missionsauftrag

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden gewinnen eine Gesamtsicht über das Matthäusevangelium. Sie haben neuen Zugang zu den Gleichnissen. Sie begleiten Jesus, den Messias wie die damaligen Jünger und lassen sich in ihrem persönlichen Leben von ihm ermutigen und herausfordern.

 

Literatur:

Stefan Wenger: Die Welt des Neuen Testaments, GRIN-Verlag. Kapitel 6.

Alfred Küen - Comment interpréter la Bible, chapitre 24: les paraboles - Editions Emmaüs.

David H Stern - Kommentar zum Jüdischen NT Band 1 - Hänssler-Verlag.

Nachexilische Propheten

Auch nach der Rückkehr aus dem Exil sprach Gott durch Propheten zum Volk. Die drei Bücher Haggai, Sacharja und Maleachi enthalten viele überraschen aktuelle Botschaften. Man hat diese drei Propheten schon mit folgenden Titeln umschrieben: Gottes Siegelring: Haggai; Gottes siegreicher Held: Sacharja; Gottes Botschafter des Bundes: Maleachi

 

Themen:

Übersicht Gliederung - Entstehung des Bücher - Situation der Propheten - Haupthemen der Bücher - Bezug zu aktuellen Situationen

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden kennen die wichtigsten theologischen Aussagen der Bücher.

Die Teilnehmenden kennen die Lebenswelt zur Zeit der Propheten.

Die Teilnehmenden können einen Bezug herstellen zwischen dem Buchinhalt und aktuellen Situationen im Alltag christlicher Gemeinden heute.

Die Teilnehmenden integrieren Texte aus den Büchern in ihren persönlichen Glauben und in ihr persönliches Leben.

 

Literatur:

Ernst Aebi: Kurze Einführung in die Bibel, Zürich 2009.

Samuel J. Schultz: Die Welt des Alten Testaments, Marburg 2003.

Neues Testament, Einführung

Das Neue Testament bildet die Grundlage für den christlichen Glauben. Es besteht aus 27 unterschiedlichen Schriften, die sich aufgrund ihres literarischen Stils in drei literarische Gattungen einteilen lassen: die Evangelien und die Apostelgeschichte, welche von der irdischen Wirksamkeit Jesu Christi berichten und die Ausbreitung des Christentums in der griechisch-römischen Welt darstellen. Weiter beinhaltet das Neue Testament 21 Briefe, die einen vertieften Einblick in das Leben der ersten Christen in verschiedenen Gemeinden bietet und ein apokalyptisches Buch, die Offenbarung des Johannes. Gemeinsam verschaffen wir uns im Fach „Einführung ins Neue Testament“ einen ersten Überblick über diese „Urkunden“ des christlichen Glaubens. 

 

Themen:

Begrifflichkeiten und Entstehung des Neuen Testamentes - Das Verhältnis vom Neuen zum Alten Testament - Der historische Kontext des Neuen Testamentes - Inhaltliche Schwerpunkte der einzelnen Schriften.

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden verschaffen sich einen ersten Überblick über das Neue Testament. Sie haben Kenntnisse über die zeitgeschichtlichen Hintergründe und die Bezüge zwischen Altem und Neuem Testament. Die Teilnehmenden können die inhaltlichen Grundlinien der einzelnen Bücher ausgehend von den literarischen Gattungen benennen.

 

Literatur:

Stefan Wenger: Die Welt des Neuen Testaments. Eine allgemeinverständliche Einführung. Zürich 2015.

Donald Carson & Douglas Moo: Einleitung in das Neue Testament. Giessen 2010.

Merrill Tenney: Die Welt des Neuen Testamentes. Marburg 2009.

Offenbarung

In diesem Buch enthüllt Jesus Christus, was Gott ihm für seine Diener anvertraut hat. Die Offenbarung ist Abschluss und Vollendung der Biblischen Botschaft. Was in der Genesis mit der Schöpfung des Universums und des Menschen so gut begonnen hatte, führt - trotz erheblichen Turbulenzen – zum ursprünglich vorgesehenen Ziel.

Die zum Teil schwer verständlichen Bilder sind auf prophetischen Aussagen des Alten Testaments und der Evangelien aufgebaut. Die Botschaft der Offenbarung befriedigt jedoch die menschliche Neugierde auf zukünftige Ereignisse nicht. Sie will vielmehr Trost spenden in schwierigen Zeiten, Glaube und Hoffnung stärken in Anfechtung und Verfolgung. 

 

Themen:

Verfasser und Adressaten der Offenbarung - Inhaltsübersicht - Die Briefe an 7 Gemeinden in Kleinasien - Symbolik - Die verschiedenen Auslegungsansätze - Das Happyend

 

Lernziele:

Die Offenbarung ist mit Bestimmtheit das am schwersten zu deutende Buch der Bibel. Die Teilnehmenden gewinnen eine Gesamtübersicht des Buches. Sie sind mit verschiedenen Auslegungsansätzen vertraut und lernen, auch das, was sie nicht einordnen können, als wertvoll zu bewahren. Der persönliche Glaube soll gestärkt werden.

 

Literatur:

Stefan Wenger: Die Welt des Neuen Testaments, GRIN-Verlag. (Kapitel 31)

David H Stern: Kommentar zum Jüdischen NT Band 3. Hänssler-Verlag.

Maurice Hadjadj: L'Apocalypse ou le triomphe de Jésus-Christ. Editions Emmaüs.

Cordon Campbell: L'Apocalypse de Jean. Editions Excelsis.

Alfred Kuen. Introduction au nouveau testament vol. 4, l'Apocalypse. Editions Emmaüs.

Pastoralbriefe (Timotheus, Titus, Philemon)

Auch diese neutestamentlichen Briefe stellen eine wichtige Kommunikationsform des Evangeliums im ersten Jahrhundert dar. Sie antworten auf konkrete Fragestellungen durch eine grundsätzliche Bezugnahme auf die Botschaft Jesu Christi und die Verkündigung der Apostel. Daher verbinden sich in ihnen elementare theologische Themen  mit gemeindepraktischen Anliegen und Problemen. Die Pastoralbriefe zeichnen sich aus, dass sie an Einzelpersonen gerichtet sind. Dadurch enthalten sie auch besondere seelsorgerliche Themen.

 

Themen:

Übersicht Gliederung - Entstehung der Briefe - Situation der Personen - Bedeutung und Aufgaben unterschiedlicher Generationen in einer Gemeinde - Bezug zu aktuellen Situationen: Wer darf eine Gemeinde leiten? Frauen und ihre Rolle in der Gemeinde - Leben als Christ in unserer Gesellschaft

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden kennen die wichtigsten theologischen Aussagen des Briefes.

Die Teilnehmenden kennen die Lebenswelt der Adressaten des Briefes und wissen, wer den Brief in welchen Umständen geschrieben hat.

Die Teilnehmenden können einen Bezug herstellen zwischen dem Briefinhalt und aktuellen Situationen im Alltag christlicher Gemeinden heute.

Die Teilnehmenden integrieren Texte aus dem Brief in ihren persönlichen Glauben und in ihr persönliches Leben.

 

Literatur:

Thomas Weissenborn: Apostel, Lehrer und Propheten Bd. 2 (Leben und Briefe des Apostels Paulus)  Marburg 2004/2005. 

Stefan Wenger: Die Welt des Neuen Testaments, Zürich 2016.

Die Welt des Neuen Testaments Merril C. Tenney Marburg 2009

Paulusbriefe (Galater, Epheser, Philipper, Kolosser, Thessalonicher)

Die neutestamentlichen Briefe stellen eine wichtige Kommunikationsform des Evangeliums im ersten Jahrhundert dar. Sie antworten auf konkrete Fragestellungen durch eine grundsätzliche Bezugnahme auf die Botschaft Jesu Christi und die Verkündigung der Apostel. Daher verbinden sich in ihnen elementare theologische Themen  mit gemeindepraktischen Anliegen und Problemen. 

 

Themen:

Übersicht / Gliederung - Anlass des Briefes - Situation der Gemeinde - Haupthemen des Briefes - Bezug zu aktuellen Situationen

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden kennen die wichtigsten theologischen Aussagen des Briefes. 

Die Teilnehmenden kennen die Lebenswelt der Adressaten des Briefes und wissen, wer den Brief in welchen Umständen geschrieben hat.

Die Teilnehmenden können einen Bezug herstellen zwischen dem Briefinhalt und aktuellen Situationen im Alltag christlicher Gemeinden heute.

Die Teilnehmenden integrieren Texte aus dem Brief in ihren persönlichen Glauben und in ihr persönliches Leben.

 

Literatur:

Lektüre des jeweiligen Briefes

 

Galaterbrief 

Der Galaterbrief ist einer von 13 inspirierten Briefen, die Paulus an heidenchristliche Gemeinden bzw. an seine Mitarbeiter schrieb. Der Galaterbrief ist jedoch der einzige Paulusbrief, der sich ausdrücklich an Gemeinden in mehr als einer Stadt richtet (Gal. 1,2 / 3,1 / 1.Kor 16,1). In Galatien, wo Paulus auf seinen ersten beiden Missionsreisen mehrere Gemeinden gegründet hatte, verbreiteten sich Irrlehren und einige Christen waren scheinbar von der guten Lehre abgekommen.

Haupthemen des Briefes: Glaube, nicht Werke / Freiheit in Christus.

 

Epheserbrief 

Der Epheserbrief ist durch sein Thema – die Gemeinde Jesu Christi – ein ausserordentlich wichtiger Brief. Er bildet das „Lehrfundament“ vom Wesen der Gemeinde. Manche bezeichnen diesen Brief auch als „die Krone aller Paulusbriefe“. Der Epheserbrief ist auf alle Fälle das Dokument, das am meisten Licht auf die Gemeinde Jesu wirft. Haupthemen des Briefes: Das Geheimnis der Gemeinde Christi / Das praktische Leben der Gemeinde Christi.

 

Philipperbrief 

Philippi war die erste Stadt in Mazedonien – und somit in Europa –, in der Paulus eine Gemeinde gründete. (Apg. 16,20-40).  Damals war Philippi eine römische Kolonie, in der es offenbar nicht genügend männliche Juden gab, um eine Synagoge zu gründen. Deshalb trafen sich einige fromme Frauen ausserhalb der Stadt an einer Gebetsstätte (Apg. 16,13) am Fluss, wo Paulus ihnen das Evangelium verkündigte.  Die majestätische Beschreibung von Christi Erniedrigung und Erhöhung (2,5-11) enthält einige der tiefgreifendsten und entscheidendsten Lehren über den Herrn Jesus Christus in der ganzen Bibel.

Haupthemen des Briefes: Die Freude in Christus / Eines Sinnes sein.

 

Kolosserbrief 

Paulus erfuhr in der Gefangenschaft in Rom durch Epaphras von Schwierigkeiten in der Gemeinde in Kolossä. Unter anderem machte sich die Irrlehre des so genannten „Gnosis“ (=Erkenntnis) breit. Sie bestreitet die göttliche Natur Jesu Christi und behauptet, sie habe Informationen, die die Lehre des Apostels übertreffen würden, und man würde erst glücklich, wenn man die Geheimnisse dieser Sekte kennen würde. Paulus stellt dem das grosse „Geheimnis Gottes“ entgegen (2,3 / 1,26-27).

Haupthemen des Briefes: Christus, die Fülle der Gottheit / Christus in euch.

 

1. + 2. Thessalonicher

Zur Zeit von Paulus war Thessalonich eine der wichtigsten Hafen- und Handelsplätze des römischen Reiches, also das Zentrum der politischen und wirtschaftlichen Aktivität in Mazedonien. Durch Paulus kamen (auf seiner 2. Missionsreise) in Thessalonich Menschen zum Glauben. Allerdings gab es auch Anfeindungen und Aufruhr in der Stadt, weshalb Paulus die Stadt fluchtartig verlassen musste (Apg. 17,1-10). Die noch junge und unerfahrene Gemeinde blieb sich selbst überlassen. Verfolgung und geistliche Unkenntnis waren die grossen Probleme.

Haupthemen des 1. Briefes: Die Wiederkunft Christi und die Auferstehung der Toten.

Haupthemen des 2. Briefes: Aufforderung zu einer geregelten Lebensführung / Was vor der Wiederkunft Christi noch geschehen wird.

Römerbrief

Der Römerbrief ist das bedeutendste Dokument der paulinischen Theologie. In seinem sorgfältig gegliederten, übersichtlichen Brief legt Paulus ein leidenschaftliches Bekenntnis zum Evangelium von Jesus Christus ab und malt dem Leser eindrücklich vor Augen, wie dieses im Alltag wirksam werden will. Der Römerbrief hat über die ganze Kirchen-geschichte hinweg eine einmalige Wirkungsgeschichte: So war er etwa ausschlaggebend für die Bekehrung von Augustin (354-430 n.Chr.), öffnete die Augen von Martin Luther (1483-1546 n.Chr.) für die Rechtfertigung des Sünders durch Gnade, verhalf John Wesley (1703-1791 n.Chr.) zur Heilsgewiss-heit und inspirierte Karl Barth (1886-1968), der mit seiner Einführung zum Römerbrief den Umschwung von der liberalen zur dialektischen Theologie einleitete. Die Auslegung des Römerbriefes kann mit einem gewaltigen Alpenmassiv verglichen werden: Auf vielen unterschiedlichen Routen können einzelne Gipfel bestiegen werden. Das Massiv bleibt aber immer grösser als alle Versuche zu seiner Besteigung.

 

Themen:

Einleitungsfragen - Kernaussagen des Briefes - Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Erlösung (1-8)

Gottes Weg mit Israel (9-11) - Das Leben der Glaubenden (12-15)

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden kennen die historischen Zusammenhänge des Römerbriefes und haben ein Verständnis für dessen besondere Stellung in der Kirchengeschichte.

Die Teilnehmenden setzen sich mit den Wirkungen der Erlösung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auseinander und können die gewonnenen Erkenntnisse für ihr persönliches Glaubensleben fruchtbar machen.

Die Teilnehmenden können einen Bezug herstellen zwischen dem Briefinhalt und ihrem persönlichen Gemeindekontext.

Die Teilnehmenden haben ein Verständnis für die besondere Stellung von Israel im neuen Bund und setzen sich kritisch mit der Substitutionstheologie auseinander.

 

Pflichtliteratur:

Lektüre des Römerbriefes (ganzer Brief)

 

Literatur zur Vertiefung des Unterrichts:

Francis Schaeffer: Allein durch Christus. Die zentralen acht Kapitel des Römerbriefs. Hänssler Verlag, D-Holzgerlingen.

N.T. Wright: Paulus für heute. Römerbrief Band 1+2. Brunnen Verlag, D-Giessen.

Jacob Thiessen: Israel und die Gemeinde. Die Frage nach der Wiederherstellung Israels – eine hermeneutische und exegetische Herausforderung. Jota-Publikationen GmbH, D-Hammerbrücke.

Werner Mücher: 24 Lebensregeln. Gedanken zu Römer 12. Daniel Verlag, D-Retzow.

Übrige Briefe im NT (Auswahl)

Nicht nur Paulus hat Briefe geschrieben, es gibt auch weitere Autoren, welche in ihren Briefen wichtige Themen aufnehmen, welche die  ersten Christen beschäftigten.

 

Themen:

Übersicht-Gliederung - Entstehung der Briefe - Welche Sicht hat Gott von uns – seinen Söhnen und Töchtern? - 

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden kennen die wichtigsten theologischen Aussagen des Briefes.

Die Teilnehmenden können einen Bezug herstellen zwischen dem Briefinhalt und aktuellen Situationen im Alltag christlicher Gemeinden heute.

Die Teilnehmenden integrieren Texte aus dem Brief in ihren persönlichen Glauben und in ihr persönliches Leben.

 

Literatur:

Thomas Weissenborn: Apostel, Lehrer und Propheten Bd. 3  Marburg 2004/2005. 

Stefan Wenger: Die Welt des Neuen Testaments, Zürich 2016.

Die Welt des Neuen Testaments Merril C. Tenney Marburg 2009.

Urgeschichte und Patriarchen

Die Begründung über unser Sein und Tun als Menschen findet sich in den ersten Büchern der Bibel. Gemeinsam begeben wir uns auf die Spurensuche in Jahrtausende alten Schriften.

 

Themen:

Worin liegt die Begründung des Seins? - Wie wurde das sündlose Model von Gemeinschaft geschaffen?

Welche Kräfte wirken gegen das sündlose Modell und weshalb? - Welchen Weg wählte Gott um das Modell der Gemeinschaft wieder herzustellen? - Wo liegen die Grenzen und Gefahren des menschlichen Alleingangs?

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden reflektieren aufgrund der Urgeschichte ihr eigenes Sein und Tun. Am Modell der Patriarchen erkennen sich wie Gott mit den Menschen unterwegs sein möchte und wo die Gefahren und Grenzen eines menschlichen Alleingangs liegen. 

 

Literatur:

Lektüre der 5 Bücher Mose, besonders 1. Mose und 2.Mose

Helmut Egelkraut: Das Alte Testament, Giessen 1990.

Weisheitsliteratur

Wenn wir von der Weisheitsliteratur oder den poetischen Büchern sprechen, meinen wir das Buch Hiob, die Psalmen, die Sprüche, den Prediger und das Hohelied. Diese Bücher, welche sich in der Mitte der Bibel befinden, werden von Menschen in der ganzen Welt gelesen und behandeln Themen die für das Leben der gesamten Menschheit von grosser Bedeutung sind.

Themen:

Einführung in die Weisheitsliteratur - Das Buch Hiob (das Problem, warum manchmal gerechte Menschen furchtbaren Prüfungen ausgesetzt sind) - Die Psalmen (das Gesangbuch Israels) - Die Sprüche Salomos (zeitlos gültige Regeln zum Verhalten im Alltag) - Der Prediger Salomo (der Sinn des Lebens) - Das Hohelied (ein romantisches Liebesgedicht)

 

Lernziele:

Die Teilnehmenden lernen die Weisheitsliteratur kennen und können Inhalt und Absicht der einzelnen Bücher nennen.

Die Teilnehmenden lernen die Schlüssellehren und Personen kennen.

Die Teilnehmenden lernen sich mit Fragen und praktischen Übungen in die Inhalte mit hinein zu nehmen. 

Die Teilnehmenden können die Bedeutung der wichtigsten Inhalte für die persönliche Lebensführung darlegen. 

 

Literatur:

Lektüre der Bibeltexte

Die Welt des Alten Testaments, Samuel J. Schultz, Kapitel 17 Auslegung des Lebens

Neu:

Bibel im Fokus-in einem Jahr durch die Bibel.

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